Mittwoch, 13. November 2013

MMM vom 13. November 2013

Liebe Bloggerinnen!

Wie ihr wisst, gibt es bei mir bald den zweiten Frühling/Sommer in diesem Jahr.
Und ich hatte beschlossen, vor einiger Zeit, mir noch ein paar Pullis für jeden Tag (für eher kühle, windige Tage) zu nähen. Stoffe sind von hier. Wieder mal die Carmen Serie (s. Labels), weil sie mir am besten stehen, die Pullis, finde ich. Um euch nicht mit jedem einzelnen zu langweilen, zwei auf einmal:









zum vermeintlichen Hochzeits-Gast-Kleid hab ich mir noch den folgenden Bolero genäht, von diesem Stoff,
so dass ich das Ensemble jetzt zum mal-nett-essen-gehen  oder zum Konzert im Kirstenbosch Park
oder so anziehen kann.





Das wars mal wieder von mir, meine Lieben, und weiter luschern bei den stolzen Näherinnen könnt ihr hier
Herzliche Grüße eure
Anna

Dienstag, 12. November 2013

Nur Mut!

 Könnte auch ein Lied für Nähbloggerinnen sein 

Nur Mut, nur Mut
wird schon alles gut.
Pack's einfach an und bleib ein bisschen dran,
so schlimm kann's doch nicht sein,
da wächst du dann schon rein

Kleine Performance von Mutter und Sohn,
zum Mitsingen präsentiert von meinem Sohn Till  im "Kleinen Salon" im April diesen Jahres, zu sehen mit einem etwas verwackelten Video, von einer Freundin munter gefilmt.  




Sonntag, 10. November 2013

Rückmeldungen zu meienm Buch "Schnittmuster"

So langsam trudeln die Rückmeldungen zu den "Restexemplaren" "Schnittmuster"  ein.
Ich freu mich, dass die (u.a. mit Nähen ;-)) vielbeschäftigten Frauen Zeit gefunden haben, mein Buch zu lesen. Vielen Dank dafür!




Judy  schrieb hier:

"Die Autobiografie hat sich gut gelesen. Origineller Weise beschreibt Anna die Lebensphasen und einzelne Situationen anhand der (gekauften und genähten oder auch gestrickten) Kleidung, die sie trug. Wenn man mal so zurückdenkt, 
findet man ja auch ganz viele Parallelen zwischen den Lebensumständen und der Kleidung, die man trägt. Also meine Vorliebe zu Schwarz begann auf jeden Fall während des Studiums  :-)  
Ganz beachtlich finde ich, dass Anna in ihrem Leben den Mut aufgebracht hat, immer was Neues zu probieren und damit ihre Talente auszutesten, vom Tanzen und Singen über das Moderieren bis zur Schriftstellerei."


Ingeborg schrieb:
  
Hallo Anna, 
Ich schreibe weiter in English, geht etwas schneller. Meine Mutter ist eine stolze Hamburgerin, aber sie hat nie Deutsch mit uns gesprochen. (Vielleicht weil Sie im Krieg nach Holland gekomen ist, da war es keine gute Idee Deutsch zu sprechen). 
I really liked your book. The clothes are a good way of telling a story, they act the same way as music or fragances, they bring back memories.
The chapters 'Hinter den Spiegeln' read like an interesting kind of therapy.
All in all it makes a good reading, thank you again for sending me the book!


Karin schrieb im Kommentar zu "Kleidertanz":

 "Hallo Anna, ich lese ja gerade die "alte"Auflage. Sie gefällt mir sehr gut. Merke, dass ich gar nicht so schnell lesen kann wie sonst, weil bei mir selber so viel Erinnerungen dadurch hochkommen. Die Idee ein Leben zu beschreiben anhand von Kleidungsstücken finde ich genial. LG Karin" 
und dann noch später :
" Das Buch beginnt mit einem tollen Brief ihres Vaters an ihre Mutter. Er - als junger Soldat in Paris stationiert- beschreibt so wundervoll und kraftvoll die Frauen aus Paris, ihre besondere Mode und auch Haltung dazu, dass dieser Brief mir die ganze Zeit nicht aus dem Kopf gegangen ist. Danach erzählt uns Anna anhand ihrer dazu passenden Kleidungsstücke ihr sehr abwechslungsreiches Leben.

Mehr will ich nicht verraten, nur soviel: die Idee ein Leben zu beschreiben anhand der eigenen zum Teil selbstgenähten Kleidungsstücken finde ich sehr schön. Nicht nur weil Anna einen schönen und kurzweiligen Erzählstil hat. Es kamen mir beim Lesen immer mehr eigene Kleidungs- und Lieblingsstücke in den Sinn und die Bedeutung, die sie in unserem Leben spielten. Drücken wir doch mit Kleidung viel mehr aus als uns manchmal bewusst ist. Tragen wir doch oft in unterschiedlichen Lebensphasen sehr unterschiedliche Farben und Stile, die nicht nur die Mode der Zeit, sondern auch oft unsere Haltung ausdrücken, aber auch wie wohl wir uns gerade in unserer Haut und unserem Leben fühlen.  

Ein tolles Buch, das schön zu lesen war, mich aber auch mit eigenen schöne Erinnerungen wieder in Kontakt gebracht hat. 
Danke Anna!"


Anja von ak -ut schrieb:

"Eine beeindruckende Zeitreise durch Annas Leben und die Welt ihrer Mode - ich danke ihr für diesen Einblick und die wunderbaren Fotos, die die Trends so schön wiederspiegeln"


Susanne schrieb:
Hallo Frau Hölscher,
natürlich habe ich Schnittmuster schon gelesen. Ich liebe es Lebensgeschichten zu lesen und es war spannend Ihrem Leben zu folgen.
Leider hört das Buch 2000 auf. Wie ging es als Single weiter?
Ansonsten finde ich die Mischung gelungen wobei - Hinter den Spiegeln - nicht so meins war.
Ich wünsche Ihrem Buch viel Erfolg.
Liebe Grüße aus Würzburg
Susanne



Rezensionen von Lektorinnen hier 


Neu: ab sofort ist "Kleidertanz" über alle Buchhandlungen sowie über amazon etc bestellbar, bzw bis zum 20. November zum Sonderpreis bei mir. Der Hinweis bei amazon "Lieferzeit 1 bis 3 Monate" ist  nicht wörtlich zu nehmen, sondern es wird normalerweise genau so schnell geliefert wie andere Titel auch, wie mir eine Mitarbeiterin von BoD erläuterte. 

Freitag, 1. November 2013

KLEIDERTANZ

Es ist da: tatatata!
 Die Neubearbeitung  des Romans "Schnittmuster" in 2 Bänden. hier der Band 1 (veränderter Stil und teilweise Inhalt, aber immer noch anhand von Kleidungsstücken). Überall erhältlich und bestellbar, in der Lieblingsbuchhandlung und im Internet.



Probekapitel:

Die amerikanischen Nylonblusen 

 Der Postbote hat ein großes Paket gebracht, von den Verwandten aus Nordamerika, aus Minneapolis. Mutter und Tante Mathilde sind dabei, es auszupacken.
Kathrin“, ruft Tante Mathilde, „schau mal, hier ist was für dich!“
Kathrin lugt neugierig um die Ecke. „Für mich? Was ist es denn?“
Mutter hält eine hellblaue Bluse hoch. „Die könnte dir doch passen.“
Hellblauer, weicher, schmiegsamer Nylonstoff mit Biesen, abgesteppten Minifalten, am Vorderteil, und einem Bubikragen. Kathrin läuft in ihr Zimmer, schlüpft in die Bluse und schaut sich prüfend im Spiegel an. Nicht schlecht, denkt sie und nickt dem Spiegelbild zu.
Zeig dich mal!“, rufen die Damen. „Oh, die steht dir aber gut, besonders zu deinen schwarzen Haaren. Hübsch ist sie, mit den Biesen!“
Mutter und Tante Mathilde vertiefen sich in die anderen Kleidungsstücke. „Oh, schaut mal!“, ruft Mutter und zieht ein großes Oberteil aus dem Paket.
Es ist ein eleganter Umhang, bis über die Taille, ganz aus feinem Pelz.
Das ist ja ganz was Besonderes, Lilli, den musst du ins Theater anziehen, in die Oper, da gehört der hin.“, schlägt Tante Mathilde vor.
Mutter steht verzückt vor dem Spiegel und kann es gar nicht fassen. Der Pelz ist glatt und langhaarig und schimmert seidig. Sie liest den beiliegenden Brief.
Das ist Skunk, Stinktier!“ Ihr Ton schwankt zwischen Bewunderung und Erstaunen. „Wie schade, dass Anton nicht mit ins Theater geht, er liebt die Oper doch genauso wie ich.“
Sie schaut bekümmert drein.
Dann gehst du eben mit deiner Freundin Charlotte“, entscheidet Tante Mathilde. „So kannst du dich auf jeden Fall sehen lassen!“
Sie kramt weiter im Karton. „Schau mal, Kathrin, hier ist noch mal die gleiche Bluse in rosa!“
Kathrin ist ganz versunken in die Bewunderung ihrer schönen Mutter in der Pelzjacke. Darin sieht sie ihrer Cousine, der Opernsängerin Anna Dura, so ähnlich.
Darauf ist Mutter schon angesprochen worden. „Sind Sie mit Anna Dura verwandt?“
Das ist meine Cousine“, antwortet Mutter dann und errötet ein wenig.
Wenn Mutter mal ausgegangen ist, früher noch mit Vater, hat Kathrin sie bewundert in ihren schönen Kleidern, die auf Figur geschneidert waren, in Schwarz und Lila. Heute geht Mutter nur noch selten in Abendgarderobe aus. Vater möchte nicht ausgehen, es ist ihm zu mühsam mit Stock und Holzbein.
Aber er ermuntert Mutter ein Theaterabonnement zu buchen.
Kathrin wird von ihrem Spiegelbild erinnert, dass die rosa Bluse auch ganz hübsch aussieht. Das Spiegelbild freut sich und Kathrin steckt die Bluse in den Rock. „So was könnte ich gar nicht nähen,“ gesteht sie dem Spiegelbild.
Am Samstagabend ist Kathrin zu einer Party bei dem Sohn von Café Leysieffer eingeladen. In der Wohnung seiner Eltern gibt es eine Bar mit Barhockern. Kathrin hat ihr hellblaues Kleid angezogen und fremdelt ein bisschen. Ein großer junger Mann mit rotblonden Locken, einer eng sitzenden hellen Hose und einem offenen weißen Hemd setzt sich neben sie. Kein Spiegelbild weit und breit zu sehen. Der junge Gott nimmt sie kaum zur Kenntnis.
Nicht mal ein Blick?“, fragt sie sich enttäuscht.
Das schreit nach Rache. Vor Schreck wirft Kathrin ihr Colaglas um, an das sie sich gerade noch klammern wollte.
Der junge Gott springt auf und versucht, die Cola von seiner Hose zu wischen. Dann verschwindet er auf die Toilette. Zumindest hat er sie jetzt bemerkt, denkt Kathrin, und als er zurückkommt, bietet sie ihm an, die Reinigung zu bezahlen. Er winkt großzügig ab. Nun ist aber das Eis gebrochen, sie unterhalten sich und scherzen miteinander.
Einen kleinen Moment blitzt etwas auf, und als Kathrin wieder bei sich ist, sieht sie ihr Spiegelbild, als Cupido verkleidet, in der Ecke sitzen, den gespannten Bogen direkt auf sie gerichtet. Im nächsten Augenblick ist der Pfeil verschwunden.


Buchillustration: Fotos: Charlotte March, genehmigt von Prof. Dr. H. Falckenberg



Minimode
Das Abikleid




Der lila Mantel

Rückmeldungen zur ersten Ausgabe "Schnittmuster" (vergriffen, noch als e book erhältlich)  hier  und weitere Rezensionen  hier






Mittwoch, 30. Oktober 2013

MMM vom 30.10.2013

So meine Lieben, jetzt gibt's mal wieder was von mir. Ihr wisst ja, nur noch Sommergarderobe, der Countdown läuft, am 25.11. up up and away für 3 Monate Capetown zu Fritz, my dear son.
Also, und am 14. 12. darf ich bei der Hochzeit seines  HH-Altonaer Freundes Leo mit seiner  Freundin Melanie zu Gast sein, in Kapstadt.

 Huihuihuihui, was anziehen ?, heißt es.
Ich hatte mir überlegt, von meinem Stoffmarkt Stoff ( eine Art fester Baumwollstoff, leicht glänzend)) dieses Kleid zu nähen, dass ich im Brigitte Sonderheft von 1992 gefunden hatte.



Dazu wollte ich eigentlich ein dünnes Oberkleid, aus bestickten Stoff vom Stoffmarkt Große Bergstraße, Stil Hemdbluse und offen, locker mit einem Gürtel verbunden,  nähen



Das Kopieren des Schnittes war sehr, sehr mühsam, weiles so viele Teile und zu viele Schnittlinien auf dem Bogen waren, und dann: tja, der Stoff reichte nicht. Blöderweise hatte ich das vorher nicht gecheckt, dachte, ich hätte Unmengen. Irgendwie war ich dann auch froh und wählte diese Variante:


(Träger müssen natürlich noch durch kleine Stege verborgen werden)
Und nun endlich das Kleid in Gänze:



Als Alternative fiel mir dann doch noch eine Kombi ein, die meine Schwiegertochter, und ich dann auch, cool fanden, das Kleid hatte ich von Wolford günstig erstanden vor mindestens 10 Jahren, die Stola (weiter unten) hab ich genäht, schon mal hier gezeigt. Man kann es nicht so genau sehen, aber die Seide der Stola schillert in den tollsten Farben.


 Melanie, die Braut, (das Photo stammt von ihr, Element aus der Flagge Mozambiques, ihrer Heimat))


 hatte mir 2011 in Kapstadt diesen von ihr selbst gearbeiteten  Armschmuck geschenkt, den will ich natürlich auf ihrer Hochzeit tragen (Farben kann man nicht so richtig sehen, ein leuchtendes Grün und Blau)


 hab noch einen seidenen langen Unterrock, der kommt dann darunter, hier ist es der kurze vom cremeweißen Kleid
Also, was gefällt euch besser? Sagt's mir, und weiter stöbern bei den fleißigen Näherinnen könnt ihr hier.
Herzliche Grüße
eure
Anna

Donnerstag, 17. Oktober 2013

RUMS #42 und Revival Link Party

Nun hab ich Mütze und Kragenschal schon länger fertig, aber heute schaff ich es endlich, sie reinzustellen. Die Mütze hatte ich hier schon gezeigt
Noch ist es ein bisschen warm, aber so langsam kann ich beides anziehen, besonders auf dem Fahrrad.
Den Mantel hatte ich hier schon gezeigt.




Über Anleitung und Material gibt es hier mehr und zum Reigen der RUMS Frauen geht es hier  und zur Link Party #53 hier
Ich grüße euch und wünsche einen schönen Tag!
Eure  Anna

Mittwoch, 25. September 2013

RUMS # 39 vom 26. September 2013

 Hallo liebe Bloggerinnen!
Heute geselle ich mich zum ersten Mal zum RUMS, den oder soll ich sagen das ich schon mit Freude seit Längerem beobachtet  habe. Ich glaube, ich bin hier richtig mit meiner
 Mütze und Kragenschal .  Der Schal ist erst halb fertig.
Alle Angaben zu Wolle und Anleitung findet ihr beim obigen Link.




Ich finde den RUMS eine tolle Sache und danke der Erfinderin
"Muddi" auf diesem Wege herzlich.
Für die Mütze ist es noch ein bisschen zu warm in Hamburg, aber 
es kann sich ja jeden Tag ändern, gel?
Ich grüße euch RUMSerinnen, werde gleich noch stöbern und wünsche euch einen schönen Tag!